29. März 2007
Unermüdlich schwärmen die Schorftroll-Forscher aus, spüren Schorftrolle auf, bringen sie ans Licht und riskieren dabei nicht nur ihre geistige und körperliche Gesundheit, sondern nicht selten auch, einen uralten Fluch auf sich zu ziehen. (”Macht, dass Ihr aus meinem Garten kommst, oder ich ruf die Polizei! Verbrecher! Sittenstrolche! Studentenpack!”)
So etwas kann dem Forscherdrang mitunter schon einen herben Dämpfer verpassen.
Dass mit solchen Unbilden schon ganze Generationen von Norfologen vor uns kämpfen mussten, darauf deutet nun folgende Erkenntnis hin, die uns Frau Miranda T heute zukommen ließ.
Und wie ich sehe, befinden wir uns in guter Gesellschaft.
Auch Erik von Däniken forscht unermüdlich auf diesem Gebiet und muss erschreckendes erkennen.
“Waren es Außerirdische? Wir wissen es nicht!”
(bitte etwas dramatisch aussprechen!)
Grüße,
Frau T
Das macht einem doch wieder Mut, weiter zu forschen!
28. März 2007
Eine auf den ersten Blick harmlose Nachricht aus der Welt der Wissenschaft und Psychologie (ich bitte diese beinahe fast ganz und gar unbeabsichtigte Unterscheidung zu unterscheiden!) erschüttert an diesem Dienstagmorgen die Welt:
Nach langen, mühsamen Experimenten und Selbstversuchen ist es Swetlana Jaehnig schließlich gelungen, einen Schorftroll mit einem Affen zu kreuzen!
Damit rückt ein langgehegter, herher Traum der Wissenschaft in greifbare Nähe:
Die Erschaffung einer hybriden Mutanten-Superrasse, die die Erde unterjochen und Angst und Schrecken verbreiten soll! MWHUAAAA-HAHAHAAAAAAA!
(Was sonst haben Wissenschaftler für ein Ziel im Leben, frag ich Euch!? Des Gewinnen von Erkenntnis etwa? Oder gar Gesellschaftliche Anerkennung? Pah! Eben.)
Jahrhunderte vergeblichen Herumexperimentierens und oft sinn- und wahllosen Kreuzens hat damit endlich eine konkrete Richtung gefunden, ein Ende all dieser unfruchtbaren Bemühungen scheint endlich zum ersten mal in Sicht, seit im späten elften Jahrhundert der später als Hexer verbrannte Alchemist Hyeronimus Venalausamoris Pax Drux Ungoris in seinem Gewölbe einen Lurch mit einem Bauern zu vereinen versuchte, indem er der unter Beschwörung aller Heiligen und siebzehn Unterdämonen den Kopf des Lurches auf den Hals des Bauern nähte. Den Fehlerfolg der Operation führte Hieronymus auf die bedauerlicherweise falsch kalkulierte Verwendung der Innereien eines bei Neumond geschlachteten Hirsches zur Reinigung der Naht und Abschreckung böser Geister zurück, anstelle der in Fachkreisen damals üblicheren Methode, eine Jungfrau mit Krätze und Triefauge dreimal in der Richtung der Sonne um den Operations-Tisch herumgehen zu lassen. (Seine Richter konnten sich dieser Ansicht zwar anschließen, zeigten sich ansonsten jedoch unerbittlich.)
Erste, zaghafte Erfolge zeigten sich, als im 19.Jahrhundert Johann Gregor Mendel sich eingehend mit der Vererbungslehre zu beschäftigen begann und auch später die Mendelschen Gesetze verfasste. Leider beging Mendel die tragische Fehleinschätzung, all seine Bemühungen auf Erbsen zu konzentrieren. Die so entstandenen Erbs-Hybriden waren, was das Verbreiten von Angst und Schrecken anging, insgesamt eher eine Enttäuschung. Auch sein allgemein als Erfolg anerkanntes Mendelsche Gesetz kann hierüber nicht niweg täuschen.
Ein weiterer Durchbruch zeigte sich, als der Würzburger Universitäts-Professor August von Stinkenstiefel 1907 den Schorftroll als ideale Grundlage für alle weiteren Kreuzungen entdeckte. Leider zeigten auch seine wenigen von Erfolg gekrönten Kreuzungsversuche nur wenig Interesse daran, die Welt zu tyrannisieren. Der Schweineschorftroll, von Stinkenstiefels erste Schorf-Hybrid saß die meiste Zeit nur ein seiner Ecke und bewies lediglich Ehrgeiz im Lecken seiner Geschlechtsteile und ging schon nach drei Tagen kläglich an Unterernährung ein. Der Schweineschorftroll war längerfristig gesehen jedoch größerer Erfolg als alle weiteren Stinkenstiefelschen Hybriden, denen meist eine weitaus kürzere Existenzspanne zugedacht war: Von unerträglichen Juckreiz geplagt, begingen nacheinander der Hühnerschorftroll, der Gummibaumschorftroll, der Sachbearbeiterschorftroll und der Schorftrolldackel schon nach wenigen Minuten Selbstmord. Von Stinkenstiefels einziger größerer Erfolg, der Wiener Schorftroll verbrachte seine klägliche Daseinsfrist von gerade mal zwei Wochen phlegmatisch in Wiener Kaffeehäusern.
Nun jedoch ist es der bekannten Affen-Psychologin Frau Professor Doktor Doktor Jaehning (links im Bild mit ihrem langjährigen Assistenten, Lebenspartner und Studienobjekt und einem nicht näher bekannten Kollegen im monatlichen Mitarbeitergespräch) nicht nur gelungen, einen Schorftroll erfolgreich mit einem Langschwanz-Lemuren zu kreuzen, sie konnte auch gewährleisten, dass der Hybrid in einem stabilen Zustand ist, sich bester Gesundheit erfreut, bislang keinerlei Schorfauflösungserscheinungen und außerdem eine schicke Mütze trägt!
(Die Inspiration zu der geglückten Kreuzung scheint dem Forscher-Team beim Feldstudium des Kratz-Verhaltens einer Lemuren-Gruppe gekommen zu sein - ein Kratzen, das stak für die Kompatibilität der Lemuren mit dem Gemeinen Schorftroll sprach. Der Erfolg gab der Risikobereitschaft recht.)
Ob sich der Schorftrollaffe nun auch dazu eignet, die Welt zu terrorisieren und unterjochen, wie es von interessierten Wissenschaftler-Kreisen erhofft wird, oder ob er sich nur als Show-Moderator im Privat-Fernsehen dingen wird (Gerüchte, dass bestimmte Privatsender bereits von Schorftroll-Mischlingen unterminiert wurden, müssen an dieser Stelle entkräftet werden: es handelt sich bei den fraglichen Personen ausnahmslos um reinrassige Schorftrolle und einen ehemaligen Metzgereigehilfen!) wird die Zukunft zeigen.
Zuweilen legen Schorftrolle beachtliche Strecken zurück, wenn es ihrem Balz- oder auch, wie im folgenenden Fall beschrieben, Jagdverhalten förderlich ist. Die Wahl der Fortbewegungsmittel ist dabei zuweilen eher orthodox.
Folgende erschütternde Szene in freier Wild-Bahn wurde am vergangenen Wochenende erst von der couragierten Norfologin Miranda Tomczyk beobachtet und uns in Bild und Wort zugetragen.
Die Forscherin beschreibt in ihren eigenen Worten:
Musste am Sonntag im Zug von Berlin nach Köln, folgendes Exemplar in freier Wildbahn beobachten:
Den Saftschubser-Schorftroll, wohl eine Untergattung der Deutschen Bahn Schorftrolle. Die ganze Gattung ist ja für ihre sadistische Ader bekannt, aber was ich da miterleben musste, war ein grauenerregendes Naturschauspiel. Der Saftschubser (im Bild mit A gekennzeichnet) versuchte seine Beutesuche durch den Verkauf von heißen Getränken zu tarnen. Als Beutetier entdeckte er einen kleinen Hund/Teppichratte (war nach seinem Angriff nicht mehr möglich zu identifizieren) und startete zielstrebig die Verfolgung, in dem er einfach sein Gefährt über gnadenlos über das Kleintier rollte (übrigens im Bild mit B gekennzeichnet). Ein markerschütterndes Jaulen folgte und ich mußte meinen Blick abwenden. Die Flucht des Schorftrolls gelang.
Na ich sag Dir, schön war das nicht. Ich dachte halt immer, dass wären eher passive Beutesucher, die träge im DB-Center hinter dem Schalter liegen und einem nichts tun, wenn man sich selbst nicht hektisch bewegt.
Man lernt ja doch immer dazu.
Ansonsten war Berlin aber Zucker.
Besonders der letzte Nachsatz ist doch wieder beruhigend.
26. März 2007
Warum in den Zoo gehen, wenn die faszinierndsten Tierchen auch hier bei uns zuhause, in den heimischen Kneipen, Clubs und Cafés zu finden sind?
Dort lungern sie an Thresen, hinter Ecktischen oder am Flipper, tarnen sich als normale Zecher, trinkende Illustratoren oder betrunkene Hautärzte (wie jenes schöne Exemplar (oben), das von Kirsten Ehls, einer unserer engagiertesten Norfologin, am Thresen iherer Stammkneipe ausfindig und als getarnter Schorftroll eindeutig identifiziert wurde! (s.o.)), balzen auf Tanzflächen oder lauern am Rand derselbe auf ihre Beute, und kehren schließlich im ersten Morgengaruen ermüdet mit der U-Bahn in ihre Schlupfwinkel zurück.
Bei Tage sieht man sie eher selten, da es sich bei dem Gewöhnlichen Kneipen-Schorftroll um eine lichtscheue Spezies handelt, doch kommt es hin und wieder vor, dass einer dieser putzigen Gesellen an sonnigen, warmen Vorfrühlings-Sonntagen aus seinem Versteckt gekrochen kommt und sich verschlafen in die Sonne blinzelnd an oder auf einem der vielen Kölner Straßencafé-Tischen niederlässt, so wie dieses durch und durch pelzige Exemplar eines Schweinehund-Schorftrolls, der gestern von Yvonne im Belgischen Viertel gesichtet und eingefangen wurde.
Und nun noch ein kleines Rätsel für unsere Ratefüchse:
Findet in den folgenden Bildern heraus, bei wem es sich um normale Kneipen-Besucher handelt, und bei wem um geschickt getarnte Schorftrolle!
Zu gewinnen gibt es diesmal… äh… nichts, nein, äh, doch etwas mehr:
Mein ewiges Wohlwollen und ein Abend nach eigener Planung in Eurer eigenen Lieblingskneipe!
Lauert, lungert, trinkt und fangt Euch dort, bewaffnet mit Einwegkugelschreibern, Schmierzetteln und Bierdeckeln, einen Schorftroll!
Jeder, der mir einen zusendet, kriegt dafür einen Schorftroll von mir in retour zu sich nach Hause geschickt!
(felofax[ätt]gmx[punkt]de)
Einen schönen und schorfigen Montag noch!
25. März 2007
Genießen wir den Sonntag, er war heute morgen, ääh… mittag beim Aufstehen schon eine Stunde weiter als ich.
Den Vorsprung gestehe ich ihm gerne zu und werde gar nicht erst versuchen, den Sonntag heute noch einzuholen. Morgen reicht auch noch, dann ist Montag und der Alltags-Trott geht wieder weiter (und darunter leiden, wie man sehen kann, auch unpaarhufige Vierbeiner, und nicht nur bessere Primaten wie wir!)
Heute werd ich erst mal noch das Wochenende in vollen Zügen auskosten, abenteuerlich sein, mal was ganz verrücktes tun!
Hmmm… lass mal sehen, was könnte das denn sein… Also, ich bin gerade eben vom Frühstück aufgestanden…. ha, ich weiß schon! Ich geh jetzt Kaffee trinken!
Wild und gefährlich!
—
24. März 2007
Schorftrolle sind nicht selten, wie bereits erwähnt, hohem seelischen Druck ausgesetzt und leiden oft an verschiedensten, farbenprächtigen Neurosen. Die emotionalen Probleme des Gemeinen Schorftrolls sind mannigfaltig. Angefangen bei ganz normalen Existenängsten (s. links, illustriert von Joao Lopes), über Trunksucht und Verlustängsten
(wie hier in Abb.2 von Holger Heckerroth. Der dargestellte Flaschenschorftroll litt ursprünglich an der Angst, seine Arme zu verlieren und konnte von Docktor Hecke erfolgreich therapiert werden), bis hin zu Größenwahn, wie die von Martin Schlierkamp angefertigte Darstellung von Schorf-Island illustriert:
Wurde das Wissen um die Schorf-Insel ursprünglich ins Reich der Phantasie verbannt und lediglich als Wahnvorsdtellungen von an Skorbut erkrankten Seeleuten und Comiczeichnern abgetan, so ist sich die Wissenschaft heute jedoch im klaren darüber, dass es sich bei jenem mysteriösen Eiland um den am sogenannten KingKong-Komplex erkrankten Patienten S. Orftroll handelt.
Eine im Brauhaus Stüsser hastig ins Leben gerufene Eigenschorf-Gruppen-Therapie-Sitzung zeitigte leider keinen nennenswerten Erfolg, was wohl an der eher verhaltenen Beiteiligung der zu therapierenden Trolle lag.
Wir sehen oben zu behandelnde Patienten von Sebastian Schwenk (Unkontrollierte Agressionen), Felix Herzog (Zwanghafte Wahnvorstllungen und Lethargie), Josef Rother (Multiple Persönlichkeitsspaltung), keinen Schorftroll von Sabine Dully (Leistungsverweigerung) und der Bedienung vom Stüsser (der besagt Schorftroll links oben lebt in dem Wahn, acht Kölsch und vier weitere, nur Kneipen-Bedienungen bekannten Getränke zu sein)
Zeigt die angesetzte Therapie überhaupt keinen Erfolg, so kommt es mitunter zu drastischen Reaktionen der erkrankten Trolle, und nicht selten setzte ein verzweifelter Troll seiner unerträglichen Existenz freiwillig und gewaltsam ein Ende, wie unten in einer frühen Skizze des zeitgenössischen Gemäldes “Entschwundener Schorftroll (von verborgenem Talent)” sehr schön zu beobachten ist.
Und so bleibt mir nur, die Öffentlichkeit mit diesen dramatischen Eindrücken tragischer Schorftroll-Schicksale in den Samstag-Abend zu entlassen.
Bitte erheben Sie Sie nicht skeptisch oder gar höhnisch Ihre Augenbraue, denn es könnte auch Sie treffen!!
—-
23. März 2007
Also, wenn man so zum Himmel schaut zur Zeit: Einen vollen Mond kann ja nun wirklich jeder besingen, aber für so’ne halbe Portion von Mond wie jetzt momentan braucht es doch schon etwas mehr schöpferischen Genius.
Nur gut, dass ich den nicht besitze, ich mag meinen Mond schön voll mit netten Rundungen, wie sich das gehört für einen anständigen Himmelskörper!
Deshalb werde ich jetzt - wenn auch leicht unpassend zu dem oben dargestellten Mond, was hab ich mir dabei nur gedacht! - das folgende Poem rezitieren, das mir schon seit frühester Kindheit sehr am Herzen liegt; ein Gedicht, das jetzt nicht, wie man von einem umfassend gebildeten Menschen wie mir *Hustenanfall* erwarten könnte, von eben jenem eher zweitrangigen Dichterfürsten stammt, der gestern seinen, ich weiß jetzt auch nicht mehr, lasst mich nicht lügen, wievielten Todestag, ich google das jetzt nicht nach, begangen hat, sondern von jenem anderen, weitaus bedeutenderen deutschen Dichterfürsten, und wer von Euch mir als erster die Namen beider Dichterfürsten nennen kann, kriegt von mir einen Schorftroll geschenkt, original und nach eigenem Motiv-Wunsch!
*Öhöm Öhäm Räusper*
“Da bin ich nun allein zu Haus,
der Mond sieht wie ein Knödel aus.
Und wär er nicht am Himmel droben,
ich stupste ihn, er läg am Boden.
Ich stupste alles, groß und klein:
die Sterne und das Späneschwein,
die Teller, Schüsseln und die Wolken,
und alles müsste mir dann folken.
Doch so folg ich hier jetzt im Stillen
dem Eder um der Freundschaft willen.
Die Kullerknödel sind’s nicht wert,
dass Eder mit in d’Schublad’ spert.”
Ich wünsche Euch eine gute Nacht und heult vorm Schlafengehen nochmal den Mond an, er hat’s verdient!
21. März 2007
Dieser Schmerz, dieser Schmerz! Dieser nie enden wollendend Schmerz!
Ja, Schorftrolle müssen schon einiges erdulden, und sind nicht selten von starken emotionalen Problemen geplagt, wie dieser Norf von Harry Fast uns hier mal eben so schön demonstriert. So ein Schorf kann schon ausnehmend nervig sein. Kommt dann noch, wie hier eine autoagressive Neigung hinzu, wie sie sich beispielsweise durch Selbstverstümmelung mithilfe von Metallgegenständen (s.o.) zeigt, ist der Troll reif für die Therapie!
Die Norfologen aus dem Morio enpfehlen hier übrigens die bewährte Eigenschorf-Therapie, bei der der therapiebedürftige Schorftroll seinen inneren Schorf entdeckt, oder auch die Fremdschorf-Gruppentherapie, in der Fachsprache auch “Schorfing” genannt.
(Links übrigens der ganz offizielle Morio-Schorftroll von Tina - man beachte bitte den Stempel (sehr offiziell!) und besonders, dass Tina seit fünf Jahren nicht gezeichnet hat (was meines Erachtens nach eine der besten Voraussetzungen für einen gelungenen Schorftroll ist!) So langsam, aber sicher läuft das Morio dem Brauhaus Stüsser den Rang als Schorftroll-Zentrale ab! Comic-Stammtisch, haltet Euch ran!)
19. März 2007
Was ist das gute am schlechten Sonntagswetter? Der Zoo ist schön leer. Das schlechte am schlechten Sonntagswetter ist leider, dass das Wetter schlecht sit, und dann ist das Terrarium so voll. Mist.
Hier ein paar meiner sonntäglich schlechtwetterbedingten Aquariums/Terrariums/Insektariums-Eindrücke (mal von den akkustischen Eindrücken - Scheiß Blagen! - abgesehen):
Meinen Foto hatt ich diesmal auch dabei…
(Daaa-Raaaaaa…Zaratustra… Ein fremdartiges Objekt. Langsam, respektvoll und vorsichtig…
…nähern sich die Höhlenfrösche der Scheibe… BommBommBomm-BommBomm!
2007 - Odysse im Froschteich.)
…und heute scheint natürlich wieder die Sonne! Schönen Montag noch!
18. März 2007
Im Wein soll ja angeblich die Wahrheit liegen, und nichts läge mir ferner, als dies anzuzweifeln. Also präsentiere ich lieber statt unangebrachtem Zweifel jene bereits vor zwei Beiträgen erwähnten, weit über Köln hinaus berühmten Schorftrolle, welche in und durch und inspiriert von edelstem Wein im Morio entstanden, wo sich (ich zitiere Industrial Technologie & Witchcraft) angeblich…
sogar Frauen und Düsseldorfer(…) schamlos Bank und Zeichenstift (teilen)!
Ich weiß, es klingt absurd, aber so steht es geschrieben, und ich will tot umfallen, oder sagen wir zur Sicherheit mal lieber, ich will auf der Stelle auf dem Sofa einschlafen, wenn das nicht stimmt!
Weiterhin werden aus selbiger Quelle Befürchtungen laut, dass (und ich zitiere abermals) von dort aus…
Horden von Schorftrollen (…) saufend und rauchend durch die reinlichen deutschen Lande (ziehen), und wie das alles enden soll, weiss niemand.
Stimmt, ich auch nicht. Aber ich bin da ganz zuversichtlich, zum einen, dass diese Befürchtungen als vollkommen korrekt erweisen werden, und zum anderen, dass ich innerhalb der nächsten halben Stunde ins Bett komme, wo ich nun ganz sicher auch hingehöre!
Äh, ach ja, richtig: Die Schorftrolle!
Bitteschön:
Urheber, bzw. Jäger der erbeuteten Trolle sind (der Reihenfolge nach): Ursel, noch mal Ursel, Jule und Qui, ihres Zeichens Künstler, Thresenhocker und Nuklearmediziner, und irgendwas, das ich jetzt vergessen habe, in ungefähr der Reihenfolge.
In diesem Sinne: Gute Nacht und lasst Euch nicht von den Bettschorfen beißen!
.
Einen schönen Sonntag wünsch ich noch allerseits!
17. März 2007
Der Schorf breitet sich weiter aus!
…Auch wenn der Ursprung des Gemeinen Schorftrolls dort vielleicht nicht ganz korrekt dargestellt sein könnte.
Es gibt da zwei oder drei verschiedene, teils wage, teils alkoholumnebelte Theorien (aber beide sind nicht so abenteuerlich, deswegen lasse ich gerne einen vierten Entstehungsmythos zu! Da will ich mal nicht so dogmatisch sein, Schorf ist geduldig!) zur wahren Entstehung des Schorftrolls:
- Der Gemeine, oder auch Debile Schorftroll entstand zuerst in einer WG-Küche (und das sagt eigentlich schon alles!) in Köln-Weidenpesch bei einem Afterumzugsbesäufnis (und könnte so sogar aus Düsseldorf eingeschleppt worden sein!)
- Das eigentliche Ursprungsgebiet des Schorftrolls könnte, nach unbestätigten Aussagen Neuss-Norf sein, was den Schorftrollen nicht nur hervorragenden Nährboden (Kenner von Neus-Norf bestätigen: Wenn nicht in Neuss-Norf, wo sonst soll sich ein Schorftroll so richtih wohl fühlen? Etwa in Düsseldorf?), gibt, sondern den Namen Norf, unter dem sie in der Welt der Wissenschaft eher nicht so gerne bekannt sind.
- Und es geschah am siebenundzwanzigsten Tage, dass sich Groß, aber auch wirklich Verdammt Groß, Der Schöpfer von Allem und Jedem, Der Allgegenwärtige, Der Unausweichliche, Das Licht Des Hehren Tages und der Schatten zwischen Den Zehen, dass alsodar sich Groß an einem Fischbrötchen einen Eiweißallergie-bedingten Ausschlag holte, und als er sich am achtundzwanzigsten Tage den vernarbten Ausschlag vom Sterz kratzte, fiel dieser hernieder als Reinster Schorf, und siehe, es ward geboren der erste Schorftroll, und Groß sandte ihn aus, auf dass er Angst und Schrecken verbreite und zu bevölkern die Kölner Kneipen, das Brauhaus Stüsser, den Altenberger Hof und das Morio, bis in alle Ewigkeiten, meine Brüder und Schwestern, gepriesen sei sein Wort & sein Allgegenwärtiger Geruch, von Saeculum zu Saeculum, bis ans Ende aller Tage, Mahlzeit!
—-
16. März 2007
Dieser viel zu jugendliche Schorftroll wurde gestern wurde gestern auf dem Emergenza-Festival in Köln entdeckt und unter hohem persönlichen Einsatzes, wie dem eines Gehörsturzes und dem kompletten Verlust an Motivation, wieder irgendwann mal in besinnlicher Runde eine nette Scheibe Daeth-Metal auflegen zu wollen, von der engagierten Schorftroll-Jägerin Miranda Tomczyk (Selbstportrait rechts unten im Bild) eingefangen und auf Papier gebannt.
Der Troll musste schreiend, zappelnd und sich-Übergeben vortäuschend von der Bühne gezerrt werden. Die Vermutung, dass es sich bei seinem Verhalten und dem seiner Artgenossen um eine rituelle Selbstbegattung handeln könnte, erwies sich nach näherer Studie zum Glück als haltlos: es schien sich bei den Geräuschen und Bewegungen, welche die Trolle auf der Bühne der Elektroküche veranstaltet hatten, lediglich um so eine Art Musik zu handeln (das Phänomen ist bekannt und wird ausführlich bei Wikipedia und anderen unseriösen Quellen behandelt).
Die einzige Band, die an dem Abend leider nicht weitergekommen ist, war ausgerechnet die, wegen der ich da hin gegangen bin, was mich zu der Hoffnung bemüßigt, dass ich mir dieses Jahr zumindest keine weitere Emergenza-Vor-Vor-Vor-Finale-Vorausscheidung mehr antun muss (wer jetzt nicht weiß, wovon ich rede, außerdem stark masochistisch veranlagt ist und extrem viel Zeit und Lust zur Verfügung hat um sich zu langeweilen, kann jetzt oben auf den “Emergenza”-Link klicken und sich ausführlich über die Veranstaltung informieren! Und wer sich selbst so richtig hasst, kann dann zur nächsten Emergenza.Vor-Vor-Vor-usw-Ausscheidung gehen, und sich all die grässlichen Schülerdeathmetalbands reinziehen, die da glauben, im Mengen antanzen zu müssen!)
Der taktische Fehler von Last Escape war es dann wohl, nicht die Eltern und die halbe Schulklasse mitzubringen (dumm, wenn man jetzt nicht mehr bei Mutti wohnt!), wie es schlauerweise die meisten anderen Bands getan hatten!
Tja, Jungs, beim nächsten mal am besten ‘ne Emo-Söldnertruppe anheuern und mitbringen!
Das ist der wahre Geist des Rock’n'Roll!
14. März 2007
.
Dieses prachtvolle Exemplar eines Blauen, Grieselnden Schorftrolls, in der Welt der Norfologie auch als Streuender Blaunorf bekannt, wurde auf dem Thresen der Weinkneipe Morio in Köln-Nippes entdeckt (diesselbe, in der es auch diesen leckeren Navarra gibt, der schon in mehrerlei Hinsicht zur Entstehung des berühmten
Navarra-Schorftrolls beigetragen hat (siehe rechts) - eine gute Anbaugegend für Schorftrolle, wie es scheint und eine sehr gemütliche Kneipe!) und von Kirsten Ehls mittels eines Kugelschreibers zur Strecke gebracht.
Der Blaunorf wurde dabei beobachtet, wie er den Gästen obszöne Grimassen schnitt und Gedichte von Ringelnatz auf der Achselhöhle intonierte, ein Gebaren, das sich für ein renomiertes Gastronomie-Gewerbe ganz einfach nicht geziemt, weshalb besagter Norf von der tapferen Nachwuchs-Norfologin Frau E. auch kurzerhand eingefangen und in die Schorftroll-Endaufbewahrungs-Sammelstelle, kurz STUSS, also zu mir, verbracht wurde.