29. Mai 2008

Comiczeichner hautnah

Fotos vom Comicsalon, die Zweite!

Foto von Tobias Dahmen


Foto von Tobias Dahmen


Foto von Tobias Dahmen


Foto von Tobias Dahmen


Diesen detaillierteren Insider-Einblick in das Comiczeichnerleben, als sich so mancher wünschen könnte, verdanken wir Tobias Dahmen, Comic-Paparazzo aus Leidenschaft. Danke, Tobi!
Hier ist übrigens der ganze Rest der Fotostrecke zu sehen - es lohnt sich! (Noch mehr Nasen und andere Körperteile, aber auch ganze Comicmenschen, am Stück und in Rudeln!)

Und jetzt der Rätselspaß für die ganz ausgefuchsten unter den Comic-Profis:
Wer kann welche Nase zu den passenden Gestalten hier im Zuckerfisch zuordnen? Viel Spaß beim Suchen und hinterlasst überall (nur!) nette Kommentare, die Comicwelt wird es Euch danken, gute Nacht, schlaft schön und habt keine Alpträume von riesigen Nasen, die Euch verfolgen und mit ihren Nasenhaaren in bodenlose Abgründe zerren!

Filed under: Blogg-O-Mat — Felo @ 22:05
28. Mai 2008

Nachzügler

Vor lauter Erlangen hab ich doch glatt Luzern vergessen! Auch wenn’s fast schon nicht mehr wahr ist, so lange ist’s her, aber neulich hab ich beim Kramen und Wühlen noch zwei Schorftrolle gefunden, auf der Fumetto (oder heißt es auf dem Fumetto?) aus dem Illumaten gezogen:

Illumat-Schorftroll Nr.1

.

Illumat-Schorftroll Nr.2

.

Der Illumat ist eine praktische Erfindung: man wirft in den einen Schlitz ein Kärtchen mit seinem Illustrations-Wunsch ein, in den zweiten ein Geldstück, und nach einer kurzen Zeitspanne kommt aus einem dritten Schlitz die gewünschte Illustration heraus.
Des Rätsels Lösung: im Inneren des Illumaten sitzt eine Künstlerische Intelligenz!

(Sämtliche Produkte dieser sinnreichen Maschine kann man hier betrachten.)

Filed under: Blogg-O-Mat, Norf-O-Logie — Felo @ 19:41
26. Mai 2008

Nachwehen vom Comicsalon

Geschafft! Zurück aus Erlangen! Jetzt wäre es an der Zeit, Resümee zu ziehen. Tu ich aber nicht, ich bin zu platt, und das, obwohl ich nur gerade mal zwei Tage dort war! Was für eine Kondition diese alten Comic-Hasen haben!

Hier sehen wir ein paar dieser alten Hasen, beim morgendlichen Erste-Pause-Machen auf dem Max&Moritz-Lesebalkon sich von diversen vorabendlichen Ehapa- und Reprodukt-Parties erholen. Sie sind zwar reichlich übernächtigt, aber sagt mal ehrlich: sehen sie nicht aus wie das blühende Leben?! Und der da links mit dem schweren Kopf auf der Hand, das bin ich, der Neue, der sich bange fragt, ob es schlau war, sich hinaus in die weite Welt zu wagen. Diese Comiczeichner, also die haben Lebern, von denen man noch was lernen kann!

Diesen ergeifenden Einblick in das glamouröse Leben der Comicstars verdanken wir der unglaublichen Naomi Fern (weitere, noch glamourösere Fotos hat sie hier zum anschauen und neidisch werden ins Netz gestellt).

Zuckerfisch-Schorftroll von Naomi Fearn


Von Naomi stammt auch der Schorftroll hier drüber. Hat sie mir in ihren Comic gezeichnet. So richtig in echt. Es ist ganz schön seltsam, wenn man plötzlich vor einer von seinen Lieblingscomicfiguren steht, die einem eine seiner anderen Lieblingsfiguren zeichnet.

Und beinahe hätte ich sie nicht erkannt, weil sie die ganze Zeit über schwarze Kleider getragen hat und nicht die bunten T-Shirts mit den lustigen Texten, die sie in ihren Comics immer so anhat. Also, wirklich, Nomi! Das geht doch nicht! Wo bleibt denn da die Glaubwürdigkeit? Wenn ich Charly Brown begegne, erwarte ich doch auch, dass er seine Glatze aufhat!

Was übrigens auch niemand getragen hat: Handtuch!

…zumindest niemand außer dem tapferen (weil den ganzen Sonntag über ein enorm großes Badetuch mit sich herum schleppend) Martin Schlierkamp und mir selbst (kleines, handliches, rosa Gästehandtuch!)
Ehrlich, ich bin enttäuscht. Ich hätte mir mehr erwartet von den Comicmenschen. Vermisst Ihr Douglas Adams denn gar nicht?! Herzloses Kulturbanausenpack. Aber echt. * Vorsichhingrummel*

Zumindest hat es der Towel Day noch als Meldung in den “Röhrenden Hirsch” geschafft, das tägliche Gerüchteblatt zum Comicsalon (“in rumor veritas. Zu 30% erstunken und erlogen”), herausgegeben von den bösen Buben des Zwerchfell-Verlags. Es gibt also noch Hoffnung. Die Saat ist gesät. Sollte der Comicsalon also in den kommenden Jaren mal wieder zufällig auf den 25. Mai fallen, dann werden da midestens, na, wahrscheinlich schon drei Leute ihr Handtuch dabei haben!

So, bevor ich auf mein Sofa und in ein Koma falle (oder besser: mich endlich in den Stapel Comics vertiefe, den ich mitgebracht habe), noch ein paar Schorftrolle, die ich einsammeln konnte, und dann ist für heute erst mal gut.

Schorftroll von Ingrid Sabisch


Diesen von mehrern Tagen Signieren schon reichlich erschöpften Schorftroll habe ich von Ingrid Sabisch bekommen, einer alten (nee, gar nicht alt! Wie war das noch, wie sie sich beim Anblick der ganzen kleinen Manga-Mädchen gefühlt hat? Richtig: erwachsen! Hab ich doch schon mal gehört, das Wort!) Studienkollegin von mir & der Autorin von “Mythos Mutti”. Zum Glück sah die Künstlerin selbst frischer aus als der Troll. Ist ja auch mutterschaftsgestählt!

Schorftroll von Walter Ghepetto Pfau
Schorftroll von Gabor Racsmany

Hier wetteifern Walter Ghepetto Pfau und Gabor Racsmany darum, wer den echteren und einzig wahren originalen Schorftroll zeichnet.
Ihr Ahnungslosen! Wisst Ihr nicht, dass ein Schorftroll per se nicht echt und einzig sein kann? Spielt nicht mit der Ordnung der Naturgesetze, Unwissende! Schreckliche Dinge können sich ereignen, sag ich nur…

Und last, aber ganz bestimmt nicht least, Schorftrolle von Jazam!

Schorftrolle von Véro Mischitz, Adrian vom Baur und Manuel Kilger


Der so schön schorffarbene Troll oben links mit dem “Horst & sein Pony”-Heft in der Hand (das Thema der aktuellen Jazam!-Ausgabe ist “Zeit”, es scheint sich also bei dem Schorftroll um einen Troll aus der Zukunft zu handeln, aus der weit entfernten Zukunft!) ist von der unglaublichen Veronika Mischitz (Comiczeichnerinnen sind ja, wie ich mir habe sagen lassen, per se unglaublich. Angeblich, weil es so wenige von ihnen gibt, so dass, wenn man ihrer ansichtig wird, kaum glauben kann, dass sie existieren. Fast so wie Einhörner, Palmen auf einsamen Wüstendünen oder seltsame, kleine Kobolde, die nach dem Verzehr von zuviel fränkischem Bier auf den nächtlich Straßem von Erlangen erscheinen. Also, Nomi, Vero, Ingrid, Ans, Sarah, Elke und und und und… ihr seid alle so selten, jede einzelne natürlich, und so unglaublich! Echt wahr und (ich zitiere den Hirsch:) nur “zu 30% erstunken und erlogen”!), während ich peinlicherweise die Namen der beiden anderen Schorftroll-Schöpfer vergessen habe.
Ich fürchte, dass es wohl daran liegt, dass sie keine Zeichnerinnen und somit auch leider nicht so unglaublich waren. Ich werde ihre Namen in Erfahrung bringen und nachtragen, versprochen!

Gute Nacht, Ihr Nasenbären!

(PS.: Der rechts-untere Jazam!-Schorftroll ist von Adrian vom Baur, der andere konnte noch nicht zugeordnet werden. Vielleicht sieht er sich ja selbst, erkennt sich wieder und outet sich. Danke erstmal an Véro für die Auskunft!)

(PPS.: Der links-untere Schorftroll wurde identifiziert! Er stammt von Manuel Kilger. Danke diesmal an Adrian für die Auskunft!)

Filed under: Blogg-O-Mat, Norf-O-Logie — Felo @ 22:39
25. Mai 2008

Handtuch nicht vergessen!


Ja, genau! Heute ist endlich Towel Day (zu deutsch: Handtuchtag!)

Also, heute sollte man den ganzen Tag gut und weithin sichtbar sein Handtuch mit sich herum tragen, zum einen zu Ehren von Douglas Adams, zum anderen aber weil… (ich zitiere einfach mal Herrn Adams selber:)

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Ich weiß, die meisten von Euch halten es für eher unwahrscheinlich, dass sie ausgerechnet heute dem gefräßigen Plapperkäfer von Traal begegnen, aber andererseits: ich befinde mich heute wohl den ganzen Tag auf dem Comicsalon, und da steigt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Begegnung doch enorm! Man weiß ja nie…

Filed under: Blogg-O-Mat — Felo @ 10:11
22. Mai 2008

Felo nach Erlangen

Ab in den Süden mit mir!

Und obwohl ich mich die nächsten Tage in Erlangen auf dem Comicsalon tummele und zaghaft versuche, das Pony an den Mann zu bringen, ist das Pony doch eigentlich schon längst am Mann! Oder der Mann auf dem Pony…

Horst & sein Pony


(In neuer Form und Farbe.)

Filed under: Pon-Y-Rama — Felo @ 10:01
20. Mai 2008

Pony Goes Erlangen!

Die letzten Vorbeireitungen für den Comicsalon Erlangen laufen auf die Zielgerade zu… Zeit, noch mal komplett von vorne anzufangen?

Vielleicht…

Horst & sein Pony


Filed under: Pon-Y-Rama — Felo @ 22:23
12. Mai 2008

Jedem Tierchen…

Die Seite mit der Maus ist wohl doch noch nicht so weit, wie ich dachte. Da wollte ich endlich, nach ewigem Dran Arbeiten, stolz das neue Maus-Homepage-Redesign aus dem Hause Trickstudio bekannt geben, und jetzt ist da immer noch das alte Zeug zu sehen. Entweder ich hab mir das falsche Datum gemerkt, oder…

…ich hab mir das falsche Datum gemerkt. Was auch sonst. Die Alternative wäre undenkbar. Chaos und wirre Planung beim WDR? Niemals!

Na gut, wenn also heute noch nicht die Maus dran ist, sich in neuen, bunten und voll animierten Räumlichkeiten zu tummeln, bring ich jetzt eben noch mal das Pony, das sich immer noch bei Horst in alten, aber mittlerweile zum Teil schon bunten Räumlichkeiten tummelt, und dabei enorme Verhaltensähnlichkeiten mit der Katze einer ehemaligen Studienkollegin aus Würzburg aufweist…

Horst & sein Pony: Der natürliche Jagdtrieb


(…nur mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Katze nach der Kerzenflamme gelauert hat, und ansonsten ungleich weniger elegant war!)

Filed under: Blogg-O-Mat — Felo @ 14:12
2. Mai 2008

Noch ein Vogel!

.

Wenn man in die Fremde zieht, erlebt und sieht man so allerhand neues. So auch in der Schweiz, genauer: Luzern, wenn man sich mittags, überlastet von all der osbskuren Comickunst, die man in gefühlt unzähligen Galerien besichtigt hat, mit Heißhunger in ein hoffentlich nicht allzu teueres Restaurant setzt und anschließend erst mal feststellen muss, dass die Speisekarte auf schwyzerdütsch (ich weiß nicht, ob das richtig geschrieben habe, aber laut einer befreundeten Schweizerin könne man Schwiezerdytsch gar nicht schreiben. Oder so ähnlich, ich hab sie nicht richtig verstanden) geschrieben war. Ob zum Zwecke der Unterhaltung ausländischer Besucher, von denen es da einige gab, oder aus einem stolzen Nationalbewusstsein heraus, ließ sich nicht sagen, auf jeden Fall war es ziemlich schwierig harauszufinden, was man da jetzt eigentlich bestellen kann. Erschwerend kam hinzu, dass mir die Bedienung, entweder weil sie mit den so vertraut klingenden Namen der Gerichte in so engem Verhältnis stand, dass sie auch schon lange nicht mehr darüber nachgedacht hatte, was das eigentlich sein soll, oder einfach nur, weil sie mich schlicht und einfach nicht verstanden hatte (oder ich sie nicht), auch nicht erklären konnte, was ich wissen wollte.

Es handelte hierbei, man kann es erahnen, um eben jenen oben dargestellten Exoten, den Rindsfleischvogel! (Das Pendant zum deutschen Rollmops, der für Schweizer (illustriert von der Schweizerin Lynn Gerlach) wohl ebenso unverständlich ist)
Nach langem Rätseln und verschiedenen Erklärungsversuchen einer zweiten Bedienung in fremden Sprachen (deutsch, zu meiner Schande) konnte ich zumindest vermuten, dass es sich bei dem Rindsfleischvogel nicht etwa um eine, nur in der Schweiz ansässige Vogel-Rind-Mischung handelt, wie sie sich in den luftigen Höhen der Alpen entwickelt haben muss, um dort oben für nicht-fliegende Wiederkäuer nur schwer unerreichbare Grasflächen besser abweiden zu können, sondern lediglich um so etwas wie eine Roulade.
Da ich mir aber nicht absolut sicher sein konnte, und ich Rouladen mag, habe ich es todesmutig darauf ankommen lassen und einen empirischen Versuch gewagt:
Ich habe den Rindsfleischvogel kurzerhand bestellt! (Mein Reisebegleiter ist lieber auf Nummer Sicher gegangen und hat für sich Spaghetti geordert.)

Was dann bei mir ankam, war tatsächlich eine Roulade, und wenn sich auch folgende Szene in Wirklichkeit nicht so ereignet hat…

…so war der Rindsfleischvogel doch zumindest sehr lecker, wenn auch weitaus weniger unterhaltsam, wie ich mir irgendwie erhofft hatte.

Und ich habe bei der Gelegenheit auch gleich noch gelernt, dass es sich bei Kartoffelstock um Kartoffelpüree handelt (oder Kartoffelbrei, wie ich das noch aus meiner Kindheit kenne. Püree wurde damals das fast flüssige, fade Zeug aus der Tüte genannt, Brei dagegen war das, was lecker geschmeckt hat!
…und ist eine abartige Perversion der Natur, eine geschmacklose, mit einem dämlichen, trendy Kosenamen nur dürftig aufgwertete Pampe, die ich nicht mal mit dem Fuß anfassen würde!!
Aber das nur nebenbei. Ich bedanke mich, dass Sie dieser wichtigen Angelegenheit einige wertvolle Sekunden Ihrer Aufmerksamkeit geschenkt haben.)

Grüezi miteinand!

Muh!

Filed under: Blogg-O-Mat, Fel-O-Graphie — Felo @ 09:37