29. Juni 2008
Tiere, die mir aus meinem Aquarellkasten zugelaufen sind:
Ein Schluff, aus der Gattung der haarlosen, gefleckten Wanzenschweine, entdeckt 1892 von einer finnischen Biologenexpedition in Nicaragua, unter der Leitung von Professor Knoed Knoedluff Fjarkflakson. Entlaufen ist das Tier wahrscheinlich letzten Dienstag aus einer der unbesuchten Abteilungen im Kölner Zoo und hält sich seitdem unverschämt und nassauernd in meinem Skizzenbuch auf. (Die Zooleitung weißt alle Verbindungen zu dem Schluff entschieden von sich und will auch nichts davon wissen, dass ein solchen Tier überhaupt existieren soll!)
Das Schluff ist handscheu, fußscheu, zusammengerollte-zeitungscheu, es hört nicht auf folgende Namen: Hey, Verpissdich, Hauab, Drecksau, Washastdumitmeinemteppichgemacht, ist laut, unverschämt, verschmutzt die Wohnung, ernährt sich von Erdnussflips, müffelt, wenn man es zu lange unbeaufsichtigt lässt und pöbelt Frisbee-Spieler im Park an.
Das kann ich alles auch selber und möchte es daher gerne loswerden.
Wer also Interesse daran hat, ein nicht ganz alltägliches Haustier zu besitzen und somit etwas Exotik in sein Leben zu bringen, der möge sich bitte ganz schnell bei mir melden. Selbstabholer bevorzugt.
Ab spätestens kommendem Wochenende, aber allerspätestens!, abzuholen auf irgendeiner nicht allzu nahe gelegenen Autobahnraststätte.
27. Juni 2008
Mein Beitrag zum IO-Sketchbook “Weltreise”:
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Verwendet wurden: Colerase-Bleistift, Zeichentusche, Feder, Pinsel, Aquarell, Feinsprüh-Pigmentfarbe, Agatha Christie-Hörspiel (der Einfluss macht sich beim Schnurbart bemerkbar.)
25. Juni 2008
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Dieser Elefant ist mir gestern im Park zugelaufen. Er ist handzahm, stubenrein, er spielt Rommé und Smells like Teen Spirit auf dem Akkordeon und hört auf den Namen Flitzpiepe.
Wenn ihn jemand erkennt, ist das sein eigenes Pech, der gehört jetzt mir!
22. Juni 2008
…entstand dieser Doctor Octopuss, seines Zeichens die Acht der Stäbe im Comicfiguren-Tarot.
Und das kam so:
Am letzten Tag des Comicsalons saß ich frohgemut, wenn auch stark verkatert zum Signieren am Comicgate-Stand zum Signieren, als ich eine wohlbekannte Gestalt entdecke, angetan mit einem Rucksack und mehreren großen Skizzenbüchern: Tillman, in Comiczeichner-Kreisen und auf Messen auch bekannt und gefürchtet als der Roguemann, Besitzer der wohl weltweit größten und möglicherweise einzigen Rogue-Sammlung (eine Rogue, mindestens eine, von jedem Comiczeichner, namhaft wie unbekannt, dessen er in den letzten, ja was? Jahrzehnten? habhaft werden konnte - da kommt was zusammen!) mit einem neuen Projekt:
Einem Tarot-Deck mit Superhelden-Comic-Charakteren (vorzugsweise Marvel).
Am Vorabend hatten wir noch zu Böhmischen Knödeln und Fränkischem Bier zusammen den “Barbier von Sevilla” geschmettert (was Eckhard Breitschuh (s. l. - Quelle: Röhrender Hirsch) kulturbanausisch mit lautem Schnarchen zu übertönen versuchte - vergebens, wie ich mit stolz entzündteten Stimmbändern bemerken möchte!), nun wurden konzentriert Listen mit Tarot-Motiven und den dazu gehörigen Comicfiguren (ich muss gestehen, dass ich von Tarot so gar keine Ahnung habe, Wikipedia war nicht zur Hand, also musste ich mich da auf Tillmans Fachkenntnisse, was die Konstellationen Motiv/Comicfigur angeht, verlassen. Aber wenn man sich bei Comicsammlern auf eines verlassen kann, dann auf ganz spezielle Fachkenntnisse!
) studiert, die umfangreiche Vorlagenmappe gesichtet, Tarotkartenspiele ausgepackt und ausgebreitet, Fragen des Stilfs erörtert, der Kreis der infrage kommenden Charaktere wurde immer weiter eingeengt, und heraus kam dann Doc Ock als Huit des Batons (Acht der Stäbe).
Ich fange also an zu kritzeln, und während mein restalkoholumnebeltes Hirn in leicht entfernte Regionen abdriftet, mein Pulsschlag sich verlangsamt und ich in eine meditative Ruhephase eintrete, die ich beim Yoga so gut wie nie hinbekomme, ganz egal, wie ich verbissen ich mich auch anstrenge, schleicht sich langsam, zunächst auch unaufdringlich, aber dann immer präsenter und hartnäckiger der Barbier von Sevilla wieder ins Geschehen. Gottseidank bleibt es diesmal beim Summen, das laute Schmettern habe ich aus Rücksicht auf meine Standnachbarn und meinen eigenen, armen Schädel dann doch bleiben lassen.
Das Ergebnis der ganzen Tarot-Aktion kann man (wenn man nicht das Glück hatte, die Alben des Roguemann durchblättern zu dürfen) übrigens hier und hier bewundern.
(Es sei nur noch mal erwähnt, damit der Link oben nicht in der Menge untergeht.)
Einen schönen Sonntagabend noch und DAAHdaadaaDAAAHHda
dadada-dap-dadap-dadap-dadap-daDAAHda! (Rossini)
P.S.:
Beim Verfassen dieses Beitrags habe ich die ganze Zeit über die Titelmelodie von Indiana Jones gesummt. So kann’s gehen mit der Kultur!
18. Juni 2008
Für alle Freunde des gepflegten Schattens unter den Augen gibt es eine großartige Neuigkeit:
Doonesbury ist seit dieser Woche nach einem dreimonatigen Erholungs-Aus wieder zurück für eine tägliche Dosis sanften, subversiven und reichlich Schrägen Politcomicstrip!
Wer’s noch nicht kennt - und das dürften hierzulande eigentlich fast alle sein außer Ruth, Johannes, Nomi, Sebastian und mir (eine kleine, aber gepflegte Fangemeine hat der Herr Trudeau hier, sehr überschaubar) - mal reinschauen und die alten Englisch-Kenntnisse bemühen! Es lohnt sich.
Die Doonesbury-Homepage hat für alle, die jetzt mit drei Jahrzehnten Verspätung einsteigen wollen, außer der Daily Dose (der täglichen Dosis Comic-Strip) einen ganzen Haufen Unterseiten, die einem das Doonesbury-Universum verstehen helfen: Vom Archiv alter Strips, über Bios der Charaktere (findet man unter “Cast“) (mein absoluter Lieblinge ist ungeschlagen Zonker Viscount St. Austell-In-The-Moor Biggleswade-Brixham, beruflich Surfer, Hippie, Bräunungs-Model, Burgerbrater, Nanny und Mitglied des britschen House of Lords) bis hin zu Duke’s Video Dump (die YouTube-Präsidentschaftskandidatur-Campagne “Duke2000 — Ambassador Duke’s “Absolutely Nothing To Lose” run for the White House“.)
Viel Spaß damit!
16. Juni 2008
In leider sehr viel weniger Zeit als ich vorhatte, dafür aufzubringen, hab ich es gestern nachmittag noch geschafft, meinen Beitrag für das IO-Sketchbook “Unterwelt/Überwelt” zu fabrizieren.
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Naja, in die Ruhmeshallen werd ich damit wohl kaum einziehen, aber immerhin, für die kurze Zeit, die ich noch übrig hatte, bevor ich das Skizzenbuch an den nächsten Teilnehmer weiter geschickt habe…
Und weil Computer-Coloration in einem Skizzenbuch nicht so gut möglich ist, wurde auf diese Weise mein alter Aquarell-Kasten endlich aus dem Ruhestand geholt. Hat auch mal wieder Spaß gemacht, und ich schätze, das werd’ ich jetzt in Zukunft wieder häufiger machen. (Zumindest sollte ich damit noch ein wenig üben.)
Das Prinzip der IO-Sketchbook-Aktion ist übrigens folgendes: Es gibt fünf (oder vier? …äääh) Skizzenbücher zu verschiedenen Themen, die seit einigen Wochen quer durch Deutschland von einem Illustratoren zum nächsten geschickt werden, und jeder zeichnet oder malt oder illustriert sonst irgendwie eine Seite zu dem angegebenen Thema. Ich hatte gerade, wie schon erwähnt “Unterwelt/Überwelt”, demnächst macht noch das “Weltenbummler”-Sketchbook bei mir in Köln Station auf seiner Reise quer durch Deutschland (und sogar bis in die Schweiz, wie sich das für einen Weltenbummler gehört!)
Ich bin schon mal gespannt darauf. Das Sketchbook durchzublättern macht mindestens ebenso viel Spaß wie das Zeichnen selbst. Hier kann man schon mal online im Voraus ein “Best of” der bisherigen Werke bewundern. Die oben genannten Ruhmeshallen eben…
15. Juni 2008
Charakter-Design mal mit der Nähmaschine… fehlt jetzt eigentlich nur noch die passende Filmidee dazu.
Puh! Mach ich auch so schnell nicht wieder! Mit dem Bleistift geht dann doch einfacher…
10. Juni 2008
So, weiter geht’s, noch mehr Löwenzahn-Arbeitsproben…
Für die Folge “Tauchen - Die Bucht der versunkenen Schätze” (gell, das sind mal Titel! Da sieht man direkt vor dem geistigen Auge Fritz Fuchs (den jugendlichen Nachfolger von Opa Lustig) mit Hut und Peitsche im Baggersee schnorcheln!) hab ich die folgenden Charakter-Designs (die Colorationen der finalen Charaktere stammen von verschiedenen Leuten, u.a. von Hubert Kladde, Sarah Burrini und mir selbst) und Modelsheets gemacht:
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Und last, aber nicht least (denn es kommen noch weiter Filme! Sie sind momentan noch in der Mache, sollte ich allerdings rechtzeitg die sendetremine erfahren, hoffe ich daran zu denken, sie hier auch anzukündugen) Screenshots aus “Buch - Rettung auf den letzten Seiten”
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Von mir stammt, wie immer, das Charakter-Design, aber auch Layout, Animation und zum größten Teil das Background-Design. (Ein Teil des Backgrounds aus dem zweiten Bild stammt noch mal von Sarah, ein sogenannter reuse, bei dem ihr eingeschmuggelter El Pilzo nun schon zum zweiten mal in der Löwenzahn-Geschichte seinen heimlichen Chameo-Auftritt hatte! Der Weg nach Hollywood steht frei! Way to go, Pilz!)
7. Juni 2008
Gerade habe ich mal endlich wieder mein IO-Portfolio aufgefrischt. Musste auch mal wieder sein. Arbeitsproben sollten wenigstens zum Teil auch von der Arbeit stammen, mit der man sich seinen Lebensunterhalt verdient, und nicht nur von der Art Arbeit, die man so für sich still allein hinpruckelt, wenn endlich Feierabend ist. Wenn man sein Hobby zum Beruf macht… ach, das alte Leid!
Hier sind jetzt jedenfalls ein paar Sachen, auf die ich besonders stolz bin: Arbeitsproben, Stills, Modelsheets und Charakter-Designs von Filmen, die wir im Trickstudio für Löwenzahn (ZDF) gemacht haben (auch wenn es keinen Peter Lustig mehr gibt, immer noch eine meiner Lieblings-GroßgewordeneKindersendungen!). Und stolz bin ich vor allem deshalb darauf, weil zum ersten mal, seit ich als Trickfilmer arbeite, die Designs der Figuren 1 zu 1 von mir sind! Originale Felo-Trickfilm-Charaktere!
Und das ist gar nicht mal so häufig, wie man es sich als angehender Trickfilmer so wünscht. Nach spätesten ein paar Produktionen merkt man ganz schnell, dass selbst wenn der Kunde sich für Deine Entwürfe entscheidet, es dann im Nachhinein noch so viele Änderungswünsche hagelt, dass die Figuren, die da am Ende herauskommen, meist nur noch sehr wenig “eigenes” haben.
Deshalb ist es ein so unglaublich großartiges Gefühl, wenn man endlich mal einfach machen darf und alles so wird, wie man es selber gerne mag und man auch wirklich alle Figuren als eigene Schöpfungen wieder erkennt!
Also, ich präsentiere aus Löwenzahn:
Bilder aus der Folge “Mond - das galaktische Grundstück” (o. und u.)
…und Charakterdesigns und Modelsheets aus “Salz - Weißes Gold zum Geburtstag”
(oben: Coloration von Sarah Burrini)
So, mehr gibt es nicht - zumindest für heute nicht. Den Rest zeige ich später - oder Ihr kuckt einfach mal in die Löwenzahn-Galerie.
Ich sitz jetzt schon wieder den ganzen Tag am Rechner, wird Zeit, dass ich endlich mal raus komme und ne Runde drehe.
Ja, und ihr, ihr könnt jetzt, genau, abschalten.
1. Juni 2008
…jetzt schön frühstücken und dann raus in die Sonne!
Und wem das alles jetzt noch immer zu wenig Input vom Comicsalon war, dem seien die folgenden Lonks, ich meine Links empfohlen - Blogs von Comicleuten, die das in Erlangen erlebte mittlerweile verarbeitet, verkraftet oder verdrängt, versoffen und alles in der einen oder anderen Form in Worte und Bilder gepackt haben (denn das können Comicleute!):
Sarah Burrini
Véro Mischitz
Zettgeist
Comicgate
Lapinot
AE
Naomi Fearn
Tobi Dahmen
Zwarwald
Jazam!
ASU
So, jetzt: letztes Foto aus Erlangen, letzter Abend, letztes Bier! Felo ist geschafft und müde, kann an nichts mehr denken und möchte sich nur noch in sein warmes, kuscheliges Bier legen und schlafen!
Auf Wiedersehen in zwei Jahren, Erlangen!
(P.S.: Und hier im Comicforum gibt es - war ja klar - noch viel, viel, viel, viiiiiel mehr von dem Zeug! Damit ist jetzt aber auch erst mal gut.)