31. August 2009
Wer einmal einer Giraffe ins Auge geblickt hat (wobei es sich für die Aug-in-Aug-Gegenüberstellung empfiehlt, wenn sich die Giraffe zu einem herunter beugt, das ist besser als umgekehrt. Es vereinfacht die Dinge wesentlich), der wird das nie wieder vergessen. Es ist, als ob man in einen tiefen, unendlich schwarzen See blickt. Unendlichkeit. Gelassenheit. Es ist sehr meditativ. Wiederkäuend. Man geht verändert aus diesem Erlebnis hervor, ist fortan ein anderer Mensch und sündigt nicht mehr, oder zumindest sündigt man viel bewusster als vorher, und fühlt sich dabei von unendlich schwarzen Augen beobachtet.
Wer also, wie ich diese transzendentale Begegnung schon hatte, der kann auch folgendes Bild betrachten und zuinnerst verstehen…
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…für alle anderen, noch nicht erleuchteten hier noch die tiefe Erkenntnis nötigen Details und Giraffenkörperteile. (Ja, genau! Auch die Ohren! Die gerade!)
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So geht nun hin in den Montag und sündigt fortan nur in der Mittagspause!
30. August 2009
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Eine Möglichkeit, den Sonntag mit Elefanten zu beginnen:
Klar, in den Zoo gehen und Marla und den anderen beim Morgenspaziergang zuschauen.
Wem das zu weit ist, oder wer den Sonntagmorgen lieber etwas fauler, aber mindestens genauso elefantastisch beginnen möchte, kann auch einfach auf die Seite mit dem Elefanten gehen, auf den blauen Ballon klicken, sich faul aufs Sofa legen und die Sendung mit dem Elefanten online kucken (die kommt nämlich im Fernsehen erst wieder morgen früh um 7 Uhr 35 im Ki.Ka!) …und danach vielleicht noch auf den gelben Ballon, um ein bisschen zu spielen.
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Na, wenn die Welt mal nicht wirklich elefantastisch ist!
(Zumindest ich finde das - neulich habe ich Hase und Elefant auch mal wieder zeichnen dürfen - leider wie immer viel zu selten und viel zu kurz, aber auch immer wieder schön!)
29. August 2009
Der Morgen beginnt mit bekloppter Musik! Shoo-Rah, Shoo-Raah! Jetzt bin wach und motiviert. Auf, Zeichenkram gepackt, schnell eine Schüssel Cornflakes gefuttert, und dann los, die heimische Fauna porträtieren gehen!
Ich wohne zehn Fahrradminuten vom Kölner Zoo entfernt, folgende Tiere zählen für mich durchaus schon als “Tiere unserer Heimat”:
Der Tukan mit dem perfekt ausgerenderten Schnabel…
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Das Baumkänguru, das sich für ein Schläfchen auf seine Astgabel zurück zieht…
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Tapir, Tropenente und Glotzende Riesenguramis…
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Capybaras, die aussehen wie ein Meter große Meerschweinchen…
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Der Gibbon, der Lachende Hans und noch mal der Tukan von vorhin…
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… genauso wie das blöde blickende Fellknäuel meiner Nachbarin, das bemerkenswert schlecht auf den Namen “Siiiindyyyyykommstuher!” hört und bislang noch nie, aber auch wirklich niiiiiie von mir gezeichnet wurde!
27. August 2009
So ein schöner, lauer Abend… schnell genießen, solange es noch geht!
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Huuups. Möglicherweise auch etwas zuviel genossen. Naja. Morgen ist hoffentlich immer noch Sommer.
Prostgutnacht!
26. August 2009
Heute ist es wieder schön warm gewesen, da fühle ich mich doch auch gleich wider sommerlicher.
… und zwar verschwitzt, erschöpft, geschlaucht. Vielleicht nicht ganz so dehydriert wie die durchschnittliche Fühlinger-See-Uferböschung, aber doch immerhin: es ist heute recht warm gewesen!
Es folgen ausgesuchteste und zum Teil der Wärme und Zeichenfaulheit wegen eher undefinierte Beispiele der Fühlinger Flora und Fauna, ausgedörrt wie eine eine Wanderdüne in der glühenden Mittagsonne der Wüste Gobi oder der Lidl-Parkplatz von Köln-Weidenpesch an einem langen Einkaufssamstag.
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25. August 2009
An einem verregneten (was heißt da verregnet!? Ein verdammter Wolkenbruch war das heute morgen! “Leichter Regen” stand in der Wettervorhersage! Ich bin auf dem Fahrrad fast ersoffen! Ha!!) Tag wie heute vergisst man ganz schnell, dass man sonntags zuvor noch faul am Fühlinger See rumgelegen und sich einen Sonnenbrand geholt hat.
Das geht natürlich nicht! Wie undankbar von mit gegenüber diesem naherholungsspendendem Gewässer, an dessen Böschungen (Ufern, finde ich, kann man da dann doch nicht richtig sagen) ich diesen Sommer mit Vorliebe meine, sofern sonnigen, Feierabende verbracht habe!
Deswegen, um meine Erinnerung noch mal etwas aufzufrischen, und in der Hoffnung, dass der Sommer doch noch mal zurück kommt, meine diesjährigen Skizzen vom Fühlinger See, angefangen am 10. Mai:
Jawohl! Es war neblig gewesen an dem Morgen! Ziemlich beeindruckend.
…vor allem, wenn man sonst nicht so zum Frühaufstehen neigt.
Den Rest vom Sommer Am See (so viel Rest, so viel Sommer war das ja nicht!) bringe ich später. Heute ist irgendwie wirklich nicht der Tag für ausgedörrte Uferböschungen…
24. August 2009
Um die Woche nicht mit allzu hohen Erwartungen zu beginnen:
Captain Unzulänglich - Held der Mittelmäßigen, Retter der Frustrierten, Rächer der Chronisch Netten!
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Er springt höher als ein Rückenkratzer (wenn der auf dem Boden liegt) - und schafft es doch, sich dabei den Miniskus zu zerren.
Er rennt schneller als eine Lokostative - das ist, im Gegensatz, zu einer Lokomotive ein Eisenbahnzug, der am Bahngleis steht - allerdings nur solange, bis der Zug wieder anfährt. Bis dahin hat Captain Unzulänglich zwei Dutzend Passanten angerempelt, eine Rentnerin und zehn Koffer umgestoßen, zweimal angehalten, einmal, um sich einen Kaffee zu holen, und das zweite mal, um in der Raucherzone zu verschnaufen, hat ein weiteres Dutzend Passanten bei dem Versuch, endlich seinen Wagon zu erreichen, leicht verletzt, gemerkt, dass sein Wagon sich am anderen Ende des Zuges befindet, umgedreht wie ein rheumatischer Blitz, Seitenstechen bekommen, sich mit einem Fussballverein aus Bielefeld angelegt und den Kürzeren gezogen, hat im Alleingang einen Kinderwagen, der sich an seinem Backpack verheddert hat, 20 m weit über den Bahnsteig transportiert, bis er endlich die ihm folgende, hysterisch schreiende Mutter bemerkt, anpöbelt und mit einer Anzeige bedroht hat, anschließend zwei weitere Koffer, einen Katzentransportkäfig, die Rentnerin von vorhin und zwei Passanten, die ihr, nachdem sie zehn Minuten zappelnd am Boden lag, aufhelfen wollten, ungeworfen, stieß sich das Knie an einem Abfalleimer, machte unflätige Bemerkungen zu einem Pärchen, das sich zärtlich auf dem Bahnsteig begrüßte, bemerkte, dass er vergessen hatte, sein Online-Ticket auszudrucken, bekam einen Asthmaanfall und verpasste seinen Zug.
Er ist stärker als ein Gewährsmann - das allerdings nur nach eigenen, unbestätigten Angaben, weil sich noch kein Gewährsmann eingefunden hat, um diese Behauptung auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, und Captain Unzulänglich sich angesichts der infamen Unterstellung, er wäre ja wohl gar nicht stärker als ein Gewährsmann, schmollend aufs Klo zurückgezogen hat.
23. August 2009
…ja, genau:
Sommer!
Und in der Hoffnung, dass dieser eher mittelmäßige, vereinzelte Ersatz-Sommer, den wir so gerade mal haben, noch ein wenig anhält, zeige ich hier jetzt noch ein paar mittelmäßige, vereinzelte Ersatz-Sommer-Impressionen.
Angefangen mit vereinzelten, auch eher so mittelmäßigen (ja: ich habe heute Nacht wieder eher schlecht geschlafen! Merkt man’s etwa schon? Und Kaffee ist, wie sich gestern herausgestellt hat, für einen verrenkten Magen gar nicht mal so gut! Nicht, dass ich das nicht schon vorher hätte gewusst haben können…) Sommergästen, vor dem ein oder anderen Nippeser Café in der Sonne sitzend, auf den Morgenkaffe hoffend oder sich von Wespen quälen lassend und dabei mehr oder weniger entspannt in ernsthafte Diskussionen vertieft, die zu belauschen mir die Höflichkeit, aber auch die erschreckende Banalität der Diskussion verbot… (Als ob mich interessiert, was Carl mit seiner Ollen so für Probleme hat!)
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Wünsche einen allseits Guten Morgen!
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22. August 2009
Ooooouh… was für eine beschissene Nacht! Ich brauch jetzt erst mal ein anständiges Frühstück!
Eine Tasse… Kaffee!!!
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Eigentlich sollte ich, um das Interesse meiner (mittlerweile sogar wieder zweistelligen!) Leserschaft aufrecht zu halten, noch eine kleine Geschichte erfinden, die die Illustration etwas illustriert, aber im Moment ist mir viel mehr nach Frühstück…
Also werde ich jetzt tapfer ausziehen in Richtung Küche, jenem Verwunschenen Ort, wo Trolle, Feen und ungespültes Geschirr dem arglosen Wanderer auflauern (vor allem die Feen sind nicht zu unterschätzen: sie verbergen sich hinter Gänseblümchen oder unter Pilzen, ihre Feenstäbe bereit im Anschlag, um sich im unerwarteten Moment auf den einsamen Reisenden zu stürzen und ihm in brutalster Weise alle seine Wünsche zu erfüllen! Ein ganz mieses Pack ist das!) und werde selbst an eigener Person Das Märchen vom Achten Zwerg und der Magischen Kaffeetasse zu erleben!
Und wenn ich nicht gestorben bin, dann frühstücke ich auch in einer Stunde noch.
20. August 2009
Aus der Sammlung “Fünf Worte, eine illustrierte Geschichte” präsentiere ich die Abenteuer des Knödelmonsters von Bad Bingen (ein Herzog-Familien-Reim-und-Zeichen-Projekt*)
In den Hauptrollen: Das Knödelmonster von Bad Bingen, Der Elch. In tragenden Nebenrollen: Der Nikolaus, der Octopuss. In weiteren tragenden Nebenrollen: der Polizeichef von Bad Bingen, zwei Minister, ein Fisch und die Musiker des Bad Bingener Kur-Orchesters, fünfe Telefone und ein Wütender Mob. Very, very Special Chameo Appearance: Horst Köhler.
Fünf Worte, die sich reimen:
Das Knödelmonster von Bad Bingen
muss heute einen Elch bezwingen.
Doch morgen kommt der Nikolaus,
fordert sie zum Kampf heraus.
Der Octopuss in seiner Höhle
beschwert sich über das Gegröhle.
Dem Polizeichef von Bad Bingen
noch tagelang die Ohren klingen.
Octopuss (wenn’s ihn noch gibt)
hat sich in Nikolaus verliebt.
Sie leben glücklich auf Mallorca.
Elch wird Minister, Monster Orca.
Der Polizeichef bleibt zu Hause
und findet Trost in Brickelbrause.
Die Einsamkeit ist uns zuwider,
Minister leben brav und bieder.
…I also translated this excellent piece of five-word-poetry into fine any-number-of-words-prosa (with brilliant help by babelfish):
Five words, which reimen themselves:
The Knödelmonster of bath being gene
must defeat today a moose.
But the Nikolaus comes tomorrow,
provokes it to the fight.
The Octopuss in its cave
weights over the Gegröhle.
The police head of bath being gene
still for days the ears sound.
Octopus (if it still gives)
fell in love with Nikolaus.
They live happy on Mallorca.
Moose becomes a Minister, monster Orca.
The police head remains at home
and finds comfort in tingling shower.
The isolation is us contrary,
a Minister lives good and conventionally.
(*Danke für rat-und tatkräftiges Reimen und Zeichnen an Jürgen, Beate, Claudia, Julia und Hannah Herzog)
18. August 2009
Nach langer Abwesenheit und einer schmerzlichen Phase der Inaktivität (es ist doch eigentlich viel schöner, faul am Fühlinger See rum zu liegen, wenn man ehrlich sein muss) kann ich nun verkünden:
Er ist wieder da, der Blog, endlich wieder online, und so aktiv wie eine alte, schlabbrige Sporthose!
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Jäieh!
So, und weil ich heute einen langen Tag mit Yoga, viel Arbeit, lauten Kollegen und Faulrumliegen Am Fühlinger See Nach Feierabend hinter mir habe (Ächz! Ich Armer! Stöhn! Diese Last!) belasse ich es jetzt auch erst mal bei dem verhalten enthusiastischen Jubel, den aufzubringen ich mich gerade noch in der Lage fühle, so lange, bis ich irgendwann die nächsten Tage dazu komme, alles liegengebliebene, bislang noch unveröffentlichte hier aufzuarbeiten und… wem mache ich eigentlich was vor?
Gute Nacht! 